Fairness im Radsport

Vor ein paar Tagen hatte ich mich hier über scheinbare Regeln, dass der Favorit nicht überholt werden darf, aufgeregt und damit dem Radrennen die Sportlichkeit abgesprochen. Gestern aber, auf der Col du Tourmalet-Etappe, konnte man sehen, wie Lance Armstrong stürzte und Jan Ullrich wartete. Fair ist das natürlich allemal, keine Frage.

Ganz unabhängig davon, nämlich gestern im Gespräch in der Firma, noch vor dem Sturz, kamen wir schon zu dem Schluß, dass das Ausnützen von Schwächen der Gegner im Gegenteil garnicht viel Sinn macht. Denn wenn man teilweise über 5 Stunden durch die Gegend fährt, einerseits bei glühender Hitze, andererseits unfreundliche Steigungen hinauf, dann macht es einfach keinen Sinn, Kraft zu verschwenden und auszureissen. Bis kurz vor dem Ziel sind alle anderen Mitfahrer, erst kurz vor dem Ziel, mit gesammelten Kraftreserven und letzter Anstrengung, werden die Mitfahrer dann zu Gegnern. So macht das ganze Sinn.


Video-Überwachung in bester Orwell-Manier
ein Schlag in die Bresche