Fahrradrennen-Seltsamkeiten

Letzten Sonntag beim gelangweilt Sender zappen blieb ich an der Tour de France-Berichterstattung hängen. Da geschah es, dass der Favorit und der Zweitplazierte an den Rand der Strecke fuhren, um ihrem Harndrang nachzugehen. Passiert ja mal. Just in diesem Moment brach aus dem vorbeifahrenden Haufen hinterherfahrender Konkurrenten der an dritter Stelle der Rangordnung platzierte aus und schoss nach vorne weg, alle anderen hinter sich lassend. Der Reporter fand kaum mehr Worte, der Pulk starrte dem Sprinter fassungslos hinterher und allgemein schien jeder entsetzt zu sein. Später holten dann die beiden Pinkler den Ausbrecher wieder ein und knöpften ihn sich regelrecht vor. Schrien ihn an, machten Gesten und jede Menge Wind.

Was soll denn das? Ist das ganze ein abgekartetes Spiel? Steht schon von vorneherein fest, wer gewinnt? Geht es beim Sport nicht darum, Chancen auszunutzen? Darf man, wenn man schneller fahren kann, nicht mehr überholen? Ist das überhaupt ein Rennen? Ich habe da so meine Zweifel.


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