Desire downgrade und debranding

Version 2.2 des Android -Betriebssystemes war irgendwann im Mai 2010 veröffentlich worden, wenn ich das noch richtig erinnere. Bis Ende August hat es dann gedauert, bis HTC ihr alternatives Benutzerinterface SenseUI auf diese Version angepasst und veröffentlicht haben. Leider nur konnte man diese Version nur auf dem Nexus One oder auf Geräten ohne Hersteller branding installieren. Wenn man ein Gerät z.B. von T-Mobile, wie ich, hat, dann war das leider nicht möglich sondern man musst weiter warten, bis auch T-Mobile es endlich geschafft hatte, ihr magentafarbene Bootlogo in den Startvorgang hineinzukleben. Das war endlich am 19.9. geschehen und Froyo, Android 2.2, stand endlich auch für mich zur Verfügung – welche Freude!

Allerdings auch nur bis zum ersten Bootvorgang. Das Bootlogo war immer noch bekannt magentafarben, aber T-Mobile hatte mittlerweile auch mehrere zusätzliche Anwendungen auf das Telefon installiert, so z.B. eine Anwendung für mobiles Fernsehen, oder eine, die sich TopApps nannte. Keine Ahnung, wofür all diese Anwendungen gut waren oder wofür man sie braucht. Sie fielen allesamt schon optisch durch sich vom Gesamterscheinungsbild unterscheidenden Icons auf, und soweit ich sie gestartet habe, konnte ich keine der Anwendungen brauchen. Dafür aber hatte ich jetzt eine dauernde Warnung darüber, dass das Fassungsvermögen meines internen Telefonspeichers dank der zusätzlich installierten Anwendungen nun erschöpft sei (ja, trotz auf die SD-Karte verschobenen Anwendungen), und die nicht erwünschten Anwendungen waren auch, trotz Beendens, immer wieder als laufende und Ressourcen verbrauchende Anwendung im Speicher zu finden. Nein, 2.2 hin oder her, aber das war dann doch zuviel des Guten. Branding braucht kein Mensch!

Ich fällte also die Entscheidung, dass ich ein “debranding” durchführen muss. Mit ein wenig Suche im Netz war recht schnell klar, dass dafür erst einmal ein downgrade vorgenommen werden musste, und die durch das Update auf 2.2 mit installierte neuere Version 0.83 des Bootloaders HBOOT war auch nicht gerade hilfreich.

Der Reihe nach hatte ich nun mehrere Sachen durchgeführt:

Alles in allem war der ganze Prozess sehr straightforward und leicht nachzuvollziehen. Die GoldCard war hinsichtlich der Installation der Windowstreiber etwas fummelig, aber was erwartet man von dem Spielebetriebssystem auch anderes? Die Installation des Recovery Systemes mittels unrevoked, die ich auf einem MacBook durchgeführt hatte, war gar kein Problem, einfach nur klick und fertig. Das eigentliche downgrade habe ich dann, aller guten Dinge sind drei, auf einem Linux System durchgeführt. Hier war nur ein kleiner Hänger zu verzeichnen, denn ich musste das PB99IMG.zip erst von Hand auf die SD-Karte kopieren da das Skript dies nicht getan hatte. Das flashen der einzelnen Systemkomponenten wollte dann von Hand gestartet werden, was etwas Klickerei war, aber das war es dann eigentlich auch schon. Kaum hatte das Android 2.1, schön default HTC SenseUI plain vanilla (so plain vanilla das halt mit SenseUI sein kann), gebootet, meldete es auch schon das verfügbare Update auf 2.2, und mittlerweile habe ich wieder ein komplett eingerichtetes Telefon. Dann kann es ja weiter gehen…

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