Punkt 77: Wenn es nur Schlamm gewesen wäre… Als Kind war ich da ziemlich etepetete und war, den Erzählungen nach, von Dreck eher ziemlich angeekelt. Meine Schwester dahingegen konnte bis zu den Ohren im Schlamm liegen und strahlte vor Freude.
Eines Nachmittages sahen wir auf einem Acker einen riesigen Haufen Klötze. Keine Backsteine, aber mehr oder weniger regelmässige Brocken, teilweise größer und kleiner. Mit denen bauten wir Mauern und Türme, verschanzten uns dahinter und bewarfen uns mit den kleineren Bröckchen. Das Gesicht meiner Mutter allerdings, als wir wieder nach Hause kamen, würde ich heute gerne nochmals sehen. Sie musste ihre Nase derart rümpfen, dass sie die Antwort auf die Frage “Nach was riecht ihr denn?” noch nicht einmal abgewartet hat sondern und gleich in die Badewanne steckte. Es waren nämlich weder irgendwelche Presssteine noch schlamm gewesen, sondern der getrocknete, als Dünger auf den Acker gebrachte Klärschlamm aus der örtlichen Kläranlage, mit dem wir da den ganzen Nachmittag gespielt hatten.



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