Punkt 54: Im Sommer 1985 waren wir mit der Schule 3 Wochen lang in Griechenland, auf Austausch mit der Deutschen Schule Athen. Jeder war privat bei Familien untergebracht. Diese drei Wochen lagen teilweise noch in den Sommerferien, so dass ich z.B. mit meiner Gastfamilie in deren Sommerhaus gefahren bin, und teilweise sind wir auch mit in die Schule gegangen und mit einem Bus an historische Stätten gefahren.
Irgendwann gab es auch eine große Party an der Schule - und irgendwann kam dieses wahnsinnig gut aussehende, blonde deutsch-griechische Mädchen zu mir und forderte mich zum tanzen auf. Aaaaaahhhh! Kurz vor Schluß, na toll…
Irgendwie war der gesamte Austausch aber nicht so toll. Das Land und alles, was wir gesehen haben schon, aber mit meinem Austauschschüler kam ich irgendwie nicht so gut klar. Er war ganz schön heftig auf der Heavy Metal-Schiene, und die kam bei mir erst ca. zwei Jahre später, sonst wäre das vielleicht besser gelaufen. Zudem bandelte er ausgerechnet mit dem Mädchen aus meiner Klasse an, die ich nicht so unbedingt gut leiden konnte, und mit ihrer Austauschgriechin konnte ich genauso wenig anfangen. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass meine Gastfamilie ein behindertes Kind hatte, das sie aber für die Dauer des Austausches irgendwie “aus dem Weg geschafft” hatten. Nein, nicht so, sondern einfach wegen mir, weil sie sich schämten, oder was weiss ich… Vielleicht war das Kind auch immer in einem Pflegeheim, auch möglich. Die kreischend schrille Stimme der Mutter habe ich heute noch im Ohr — uah, wie fürchterlich!



0 Kommentare ↓
Bisher gibt es noch keine Kommentare.
Kommentar schreiben