Punkt 31: 1995 feierte ein Freund von mir seinen 30. Geburtstag. Die Feier war bei uns in der Kellerbar, es kamen aber auch ein paar seiner Arbeitskollegen mit. Eine seiner Kolleginnen hatte es mir ein wenig angetan — und da die Woche darauf ein Ball stattfand und ich noch keine Balldame hatte, hatte ich kurzerhand sie gefragt. Und sie sagte ja.
Zur Planung des Abends fragte sie dann an, ob sie sich denn irgendwo umziehen könne, damit sie nicht in der Abendgarderobe unterwegs sein müsse. Klar, kein Problem, sagte ich ihr. Als sie dann abends kam, musste ich sie leider erst in die Gesellschaft anderer um die Tische sitzender Gäste geben, da ich noch viel mit der Planung und Regelung der Veranstaltung und der Abendgestaltung nach dem Ball zu tun hatte. Ich hatte sie mir leider, so in Eile und mit 150 Sachen im Kopf, gar nicht genau angesehen, sonst wäre mir das üble faux-pas, das ich mir gleich darauf leistete, nie passiert. Irgendwann erinnerte ich mich daran, dass sie sich ja noch hatte umziehen wollen, also fragte ich sie und und wollte ihr eigentlich zeigen, wo sie sich umziehen könne. Kaum hatte ich die Frage gestellt, blickte ich für ein paar Sekunden in fassungslose Augen, bis sie etwas zögerlich antwortete: “Aber ich bin doch schon umgezogen!“. Unverzeihlich.



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