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An einer Schlägerei teilnehmen

Punkt 28: In der siebten Klasse sass meine damals angebetete in der ersten Reihe, ganz links vorne neben der Klassenzimmertür. Der Klassenaussenseiter hatte gerade Schwammdienst, und jedes Mal, wenn er mit dem feuchten Schwamm vom Klo zurückkam, wischte er einmal mit dem Schwamm über ihren Tisch. Er solle damit aufhören, habe ich von ihm verlangt, aber beim nächsten Mal war ihr Tisch trotzdem wieder nass. Keine Ahnung mehr, wie wir dann begonnen haben, uns zu prügeln, oder eher zu ringen, aber auf einmal stand die ganze Klasse um uns herum und rief im Chor meinen Namen — ein recht erhebendes Gefühl. Danach blieb der Tisch dann sauber.

Jahre später, in Köln, stritt sich ein Betrunkener mit dem Besitzer einer Dönerbude, in der ich ebenfalls wartete. Der Betrunkene ging dann, aber kaum, dass er rausgegangen war, flog sein Döner mit Schwung an die Schaufensterscheibe. Der Besitzer rannte ihm dann hinterher, und nach kurzer Brüllerei lagen sie auch schon am Boden. Ein anderer Türke griff sich gleich den Wirt, und ich packte mir den Betrunkenen an den Schultern, und wir trennten sie. Erst im Nachhinein ging mir auf, wie riskant das gewesen war, denn damals war immer ein unterschwelliges Klima der Ausländerfeindlichkeit in der Luft. In Konstanz war in dem selben Sommer gerade ein türkisches Restaurant angezündet worden. Zudem waren meine Haare auch damals schon so kurz, wie sie es auch heute noch sind. Ich war nach dieser Geschichte eigentlich recht froh, dass keiner der Beteiligten angenommen hatte, dass ich noch auf den Wirt hatte losgehen wollen — was auch garnicht in meiner Intention gelegen hatte.

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