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begossen

Morgen werde ich zu einem Kunden fahren, um dort eine Schulung zu halten. Wie es natürlich so ist, ist keines der üblichen Laptops verfügbar, also muss mein nagelneues MacBook herhalten — gut, dass ich da neulich schon ein Windows in Parallels darauf installiert hatte! Also noch MSSQL Server und unserer Archiv darauf installiert und alles konfiguriert. Das sagt sich so einfach, aber ganz so schnell ging es natürlich nicht. Abgesehen davon, dass jeder Kollege, von dem man gerade noch kurz, ganz schnell, etwas wissen will, nach zwei Worten der Frage einen Anruf bekommt, so dass man wieder 5 Minuten in den Seilen hängt. Die Zeit lif, und lief, und wurde immer knapper. Irgendwann flog ich dann aus der VPN-Verbindung zum Kunden, na Klasse!

17:30 hatte ich eine Verabredung, um jemandem sein Thawte Emailzertifikat zu bestätigen, musste also pünktlich aus dem Büro. Benutzerkonfiguration, Datenimport, einrichten der Beispielumgebung etc. pp. waren zu dem Zeitpunkt alles noch nicht gemacht.

Da meine Mutter und Freund gerade auf Amrum sind, bat sie mich, doch mal nach meiner Oma zu schauen, da es ja doch recht warm und feucht ist. So bin ich also kurz aufs Dorf rausgefahren, habe mit Blumen gegossen und die Plane in einem der Regenwasserfässer wieder hochgelupft, und weil ich gerade dabei war, habe ich auch noch am Friedhof haltgemacht und die drei dort befindlichen Familiengräber gegossen. Soviel Zeit muss sein.

Endlich zu Hause habe ich die noch fehlenden Arbeiten erledigt und nochmals alle Dokumentation durchgeackert. Und jetzt bin ich endlich fertig! Und fertig für’s Bett auch.

Mittlerweile stürmt, blitzt und donnert es, es fährt die Feuerwehr und regnet ziemlich. Soviel zum Blumengiessen heute Nachmittag…

Gut, also dann morgen um 5 Uhr aufstehen, in der Firma das Auto holen und ab nach Ulm. Bis dann!

Steinchen auf Gräbern

Passend zu Allerheiligen, wie mir gerade auffällt…

Vergangenen Sonntag war ich mal wieder kurz auf dem Friedhof, beim Grab meines Vaters vorbeischauen. Und da waren sie wieder — ein paar Steinchen, die oben auf den Grabstein meines Vaters liegen. Anfangs hatte meine Mutter die Steine immer noch weggenommen, aber beim nächsten Mal lagen wieder welche da, mittlerweile 3 Stück. Soviel ich weiss, ist es eine jüdische Sitte, kleine Steine auf Gräber zu legen. Soweit, sogut, aber warum bei meinem Vater? Der ist noch nicht einmal mehr evangelisch gewesen, nachdem er irgendwann aus der Kirche ausgetreten war. Es ist uns sowohl ein Rätsel, warum die Steine da immer liegen, als auch wer sie dort hinlegt.