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Aber ich habe es im Fernsehen gesehen!

Am Fall des Konfliktes um Karrikaturen in dänischen Tageszeitungen, die Darstellungen des Propheten Mohammed zeigten, und der Reaktionen in islamischen Ländern fiel mir mal wieder auf, wie sehr die Berichtserstattung dazu in der Lage ist, unsere Meinung zu beeinflussen.

Man sieht Bilder von offensichtlichen Muslimen (Bärte, auch mal Tücher um den Kopf, um einige durch primäre Erkennungsmerkmale geprägte Klischees zu nennen), die auf dänischen Flaggen herumtrampeln, diese anzünden oder an Mofas angeknotet herumschleifen und Plakate halten. Und immer mal wieder fällt einem auf, dass einer der gefilmten kurz in die Kamera schaut, sich vergewissert, dass man auch gefilmt wird.

Ich würde mal behaupten, dass solche Szenen durch Kamerateams erst provoziert werden. Ich will nicht behaupten, dass Passanten aufgefordert werden, eine Demonstration zu inszenieren, aber sobald eine Kamera da ist, verhalten sich die abgefilmten ganz anders, als sie es ohne Kamera getan hätten. Und das sind dann die Bilder, die weltweit Verbreitung finden und die Meinung zu Hause über “die Moslems” bilden.

Wollen wir wetten, dass nicht alle so sind? Dass es auch dort Menschen gibt, die gegen Terrorismus sind, Moslems und trotzdem weltoffen sind, dass alles nicht unbedingt so ist, wie es uns andere weissmachen wollen?

Nicht immer alles glauben, was man im Fernsehen sieht.

Realität

Manche Leute sollten hin- und wieder mal ein Kilogramm Realität fressen! Obwohl bei ganz speziellen Fällen bestimmt auch eine komplette Tonne nichts helfen würde…

Wo wir gerade dabei sind: Menschen mit einem verbogenen Realitätsempfinden, Kreationisten in den USA, mit Gottes Wort gegen die Wissenschaft. Die meinte ich zwar ursprünglich nicht, aber es passt so gut dazu. *kopfschüttel*

Geisterfahrer

Gestern auf der Fahrt nach Hause, ich stehe mit dem Wagen vor einer roten Ampel. Beim Warten schauen ich nach hinten, in meinen Rückspiegel. Dort sehe ich einen älteren Opel, auf dem Beifahrersitz und auf der Rückbank kann ich Frauen mit Kopftüchern sehen. Ich kucke wieder nach vorne, und wieder nach hinten. So langsam kommt mir etwas seltsam vor… Wer fährt das Auto hinter mir eigentlich? Wo ist der Fahrer? Hinter dem Lenkrad war nur eine dunkle Fläche, offenbar der Sitz, wo aber war der Fahrer? Auf der Straße lief zumindest niemand herum. Ich schaue also, und schaue, und da! Auf einmal bewegt sich etwas im Dunkel — ein Paar Augen! Da saß eine vollverschleierte Frau mit schwarzem Kopftuch und Schleier! Gute Güte, wenn diese Fahrerin bei einer Geschwindigkeitskontrolle oder beim Überfahren einer roten Ampel geblitzt werden sollte, dürften die erkennungsdienstlichen Maßnahmen auch etwas kompliziert sein…