DRM-CDs

EU-Kommissarin kritisiert Apple

Die für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissarin Meglena Kuneva kritisiert den IT-Konzern Apple und die Kopplung von dessen Musikplayer iPod an den iTunes Store. Laut dem Magazin Focus sagte sie: “Finden Sie es in Ordnung, dass eine CD auf allen CD-Playern läuft, ein iTunes-Song aber nur auf einem iPod? Ich nicht. So etwas muss sich ändern.

Quelle: Heise Newsticker - EU-Kommissarin kritisiert Apple

Dass eine CD auf allen CD-Playern läuft? Die gute Frau hat sich offenbar seit geraumer Zeit keine CD mehr gekauft. Gerade wenn man heutzutage ein Gerät wie einen DVD-Player benutzt, um seine Audio-CDs abzuspielen, dann trifft das schon nicht mehr zu. Da in diesen Geräten CDROM-Laufwerke verbaut sind, schlägt oft der Kopierschutz der CD an und man kann die Musik nicht anhören. Auch bei Autoradios ist das oft der Fall. Und wozu sollte ich mir eine CD kaufen, wenn ich sie nicht überall abspielen kann?

Musik online kaufen

Irgendwie überrascht mich diese Meldung garnicht:

Wer mehr verdient, zieht weniger Musik aus Tauschbörsen
[...]
Das Download-Verhalten wird unter anderem vom Alter und dem Einkommen der Nutzer bestimmt, geht aus der Studie hervor. So sind jüngere Nutzer stärker aktiv als ältere. Zudem zeigte sich, dass mit höherem Einkommen weniger heruntergeladen wird.
(Quelle: Golem - Wer mehr verdient, zieht weniger Musik aus Tauschbörsen)

Zumindest spiegelt sie auch mein Verhalten wieder. Als Schüler und Student hatte man kein Geld, um sich ein Computerspiel zu kaufen, und irgendwie hat es auch Spaß gemacht, die zum Kopierschutz dienenden Codescheiben (Beispiel: Monkey Island) zu kopieren, Löcher hineinzuschneiden und zu montieren. Heute aber ist mir das einfach zu blöd. Ärger kann ich nicht brauchen, und anstatt mich darüber aufzuregen, Kopierschutzmechanismen irgendwie aushebeln zu müssen, kaufe ich mir ein Spiel. Auch Musik kaufe ich mir, denn wenn Musik so gut ist, dass ich sie mir öfter anhören will, dann ist sie auch Wert, Geld dafür auszugeben.

Musik beim zocken

Aus den Patchnotes zu Patch 1.12 für World of Warcraft:

Mac
Added support for controlling iTunes from within World of Warcraft. You can bind a set of keys for play/pause, next track, back track and volume up and down.

(steht nicht in den online-notes aber in dem Text, der nach dem Installieren angezeigt wird)

Das ist doch mal nett! :-)

Musikindustrie: selber schuld

Der Absatz von Tonträgern ist im ersten Halbjahr laut jüngsten Zahlen der deutschen Phonowirtschaft im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf 63,8 Millionen Stück zurückgegangen. Demgegenüber wuchs der Downloadmarkt um 36 Prozent auf 10,2 Millionen Einzelsongs und 0,7 Millionen “Bundles”.

Quelle: Heise Newsticker - Deutsche Musikwirtschaft beklagt “ausufernde private Vervielfältigung”

Tja, ihr von der Musikindustrie, merkt ihr was? Wenn ich von mir ausgehe, dann kann ich dazu nur sagen, dass es mittlerweile schon gut und gerne 1 Jahr her ist, dass ich mir das letzte Mal eine Audio-CD gekauft habe. Warum kaufe ich mir keine CDs mehr? Weil ihr mich mit Eurem DRM daran hindert, die erworbene Musik dort anzuhören, wo ich sie hören will — überall da, wo ich gerade bin, und nicht nur zu Hause im CD-Player. Ich habe keine Lust mehr, mir Eure kaputten CDs zu kaufen, die schon lange nicht mehr dem Audio-CD-Standard entsprechen. Online dahingegen kaufe ich sehrwohl Musik ein, denn die kann ich wenigstens benutzen. Meiner Meinung nach seid Ihr selber schuld daran, dass Eure Verkaufszahlen abnehmend sind. Lernt was draus!

Ultravox

Im Hotelzimmer, in dem ich vorletzte Nacht schlief, stand ein kleiner Fernseher der Marke Ultravox (wohl eine Aldi-Marke):

Fernseher Marke Ultravox

Das wird heute vermutlich keiner lustig finden, aber wenn man einige Platten von der Musikgruppe Ultravox hatte, dann schon.

Apropos “vox”… Sehr schön nostalgisch finde ich auch die aktuell bei eBay laufende Auktion eines Original-Vocoders von Kraftwerk aus den 70er-Jahren.

Musikempfehlungen

Soso…

Datenschutzproblem

iTunes funkt nach Hause

Apples Musiksoftware iTunes informiert in der neuesten Variante den iTunes-Server, welche Musik der Benutzer gerade hört. Eine Praxis, die vielen Musikfans sauer aufstoßen dürfte, zumal sie ohne ausdrückliche Zustimmung erfolgt.
[...]
In Blogs wird zudem berichtet, dass die Übertragung der Bandinformation sofort unterbleibt, wenn man das Mini-Storefenster abschaltet (über einen Button unten rechts). Dies hätte auch eine Analyse des Netzwerktraffics beweisen. Nach der Installation der neuen iTunes-Version ist das Mini-Storefenster jedoch standardmäßig eingeschaltet.

Die Übertragung der Bandinformation ist aus Datenschutzsicht kaum zu rechtfertigen. Eine explizite Zustimmung, dass Apple einen Blick in die eigene MP3-Sammlung werfen darf, hat der User bei der Installation nicht abgegeben.

(Quelle: Spiegel Online: iTunes funkt nach Hause)

Na, dann weiss ich ja, was ich nach der nächsten Softwareaktualisierung zu tun habe…

Nachtrag: das Ausblenden erfolgt mittels “Edit - Hide MiniStore” bzw. Shift-Propeller-M.