Flohhusten

Ich bin wirklich kein Finanzexperte, alles andere als das. Aber wenn ich mir die Meldungen über die derzeitige Finanzmarktkrise so anhöre, dann kann ich mich nicht des Eindruckes erwehren, dass hier eine Menge Panik gemacht wird. Gut, der Gold handelnde Kollege meint, dass es in der Tat “schlimmer als je zuvor” (”Je zuvor”? Vielleicht eher “seit langem”.) sei. Wie auch immer, mein Eindruck ist jedenfalls der, dass die ganze Panikmache zu noch mehr Panik führt, und in immer mehr Panik die Auswirkungen schlimmer werden, als sie es eigentlich sein müssten. Keine Ahnung, vermute ich jedenfalls einfach mal so.

Die Welt, ein Spiel?

Dass nach den jüngsten Vorfällen an der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten verwundert es garnicht, dass sofort wieder Forderungen nach Verbot von Killerspielen laut werden und es sogar gleich eine Bundesratsinitiative für Killerspielverbot gibt. Damit sind die Politiker dann immer schnell bei der Hand.

Der Spiegel entpricht hier dagegen ganz meiner Meinung:

Der Amoklauf von Emsdetten war kaum beendet, da war für viele Politiker bereits klar: Killerspiele haben Sebastian B. zur Gewalt verführt. Sie müssten jetzt endlich verboten werden. Eine Forderung, die so hilf- wie wirkungslos ist. Experten sind sich einig: Kein Spiel macht ein Kind zum Mörder.

(Quelle: Spielgel Online - Rohrkrepierer gegen Ballerspiele)

Man kann das ganze einfach nicht pauschalisieren und “genau das” als Grund für das derzeitige Problem mit dem ausgestreckten Zeigefinger aufzeigen. Die Gründe sind eher vielfältig und bei unterschiedlichen Tätern ebenso unterschiedlich.

Ich habe langsam eher den Eindruck, dass Computerspiele, in denen Probleme mit Gewalt gelöst werden, eher die reale Welt wiederspiegeln. Nicht nur einzelne Menschen, nein, sogar Regierungen und durch sie befehligte Armeen wie auch durch religiöse Führer angeleitete Gruppierungen leben es uns zu genüge vor.

Plünnen

Gestern war ich in der Stadt, um eine neue Jeans zu kaufen. Einfach war es nicht, etwas tragbares zu finden, und die beiden Mädels in dem Laden müssen mich jetzt vermutlich für vollkommen bekloppt halten.

Ich kam also in den Laden, nannte Umfang und Beinlänge und dass ich eine Jeans haben wolle. “Eine ganz normale Jeans, ohne Entfärbungen, Abnutzungserscheinungen, Risse und Löcher, einfach eine Jeans.” Da erntete ich schon den ersten fragenden Blick, gefolgt von einem Blick zwischen den beiden Mädels. Sie zeigten mir ein paar Modelle, wobei ich bei den ersten fünf gleich abwinkte und mit Hinweis auf modische Merkmale oder untragbare Zustände machte ich ihnen langsam klar, was ich wollte, oder besser was ich nicht wollte.

Meine Güte! Ein Stoff wird gewoben, danach gefärbt und dann aufgerollt. Danach ist er einfarbig und optimaler Weise von gleichmässiger Qualität. Warum um alles in der Welt muss man den Stoff malträtieren, bis er Löcher und brüchige Stellen hat, die nach 5 mal Waschen zu einem Loch werden? Eine nagelneue Hose, die am Tascheneingriff schon die ersten abgewetzten Stellen hat, bevor man sie nur einmal an hatte. Und wenn eine Hose zumindest vom Stoff her in Ordnung ist, dann hat sie Taschen seltsamster Form, Nähte, die die Hose unförmig machen oder einen Schlag, dass man beim nächsten Schritt stolpert. “Schlag? Das ist doch keine Schlaghose!” - “Nein, tut mir leid, aber mir gefällt sie nun einmal nicht, und das sollte sie ja, wenn ich eine Hose kaufen will.”

Letzten Endes hatte ich dann doch eine Hose gefunden, die meinen Ansprüchen genügte. Aber einfach war es nicht. Manchmal frage ich mich wirklich, wie die Modeindustrie es schafft, den Menschen den Geschmack zu verdrehen. Oder mein Geschmack ist einfach vor ein paar Jahren stehen geblieben. Aber wie meine liebe ehemalige Nachbarin, Frau C. ja schon immer sagte: “Du hast keine Ahnung von Mode, darüber rede ich nicht mt Dir!”

DSL zum Gemüse?

Nein, wen hätte das gewundert?

Lidl stellt DSL-Vermarktung ein

Überraschend hat der Lebensmitteldiscounter Lidl die Vermarktung des DSL-Angebots gerade einmal acht Tage nach dem Start wieder eingestellt.

Quelle: Heise Newsticker - Lidl stellt DSL-Vermarktung ein

Mal ehrlich, wer würde sich im Supermarkt für einen ISP entscheiden? Es würde mich wirklich interessieren, ob die auch nur einen einzigen Vertrag an den Mann gebracht haben?

DSL im Supermarkt zu kaufen ist ungefähr so naheliegend wie Auspüffe beim Frisör, Kurzwaren beim Autohändler oder Schrauben beim Gemüsehändler zu kaufen.

Regierungswechsel

Endlich ist die Ära Schröder vorbei. Lassen wir politische Taten, Leistungen und anderes mal aussen vor, der Mann hat sicherlich einiges vollbracht, unbenommen, aber rein äusserlich war mir der Mann so etwas von unsympathisch! Affektierte Grinsefresse… Entschuldigung. Aber andererseits Angela Merkel. Ich weiss garnicht, warum sie vielen so unsympatisch ist? Die sollen sie ja nicht gleich heiraten, geschweige denn ein Date mit ihr haben, meine Güte. So, da stehe ich jetzt und muss mich an meine eigene Nase fassen — stelle einerseits meine eigene Meinung heraus und werfe anderen im gleichen Zuge vor, selber eine zu haben. Es sind einem eben nicht alle Menschen gleich sympathisch. Und wenn diese Personen dann für politische Richtungen stehen, noch einmal weniger. Alles OK, weitermachen.

Don’t mess with Texas!

Da habe ich doch neulich einen Auto-Aufkleber gesehen:

dont mess with texas

Dieses offensiv-agressive Cowboy-Gebaren war vielleicht noch angebracht, als einem nachts wirklich noch die Kühe von der Weide geklaut wurden. Aber heute?

Da erklärt sich so langsam das Verhalten von George W. Bush, der durch die Weltgeschichte spaziert, als wäre sie eine Sandkiste, bzw. eine Kuhweide. Keine weiteren Fragen…

Bei dieser Gelegenheit noch ein nettes Zitat aus dem Seattle Post Intelligencer: “Texas is America on steroids”.