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dreister Dieb

Meinem Cousin wurde, als er in Neuseeland war, in einer lodge sein Laptop gestohlen. Jetzt bekam er folgende Mail:

hi there!
are you interested in the data on the laptop?
if so, send me all passwords and i will send you the stuff you want online.
i promise!
with the hardware i’ve got what i want.
with the software i’ve got what you might want.

sincerely
thief

Dreist, oder? Nun ja, das Laptop ist eh “abgeschrieben”, alleine die Daten zurückzubekommen, wäre das beste, das noch geschehen kann. Da der Dieb leider über GMail geschrieben hat, ist auch nur mit staatsanwaltlichen Verfügungen an Daten zu kommen, womit dann neben der Polizei in Neuseeland und Deutschland auch noch der Justizapparat in den USA eingeschaltet werden müsste. Ob das lohnt?

In dem längeren thread im MacUser-Forum werden einige nette Ideen vorgeschlagen, von postlagernder Übergabe und Auflauern bis zu webbugs in der Antwortmail und dadurch ermöglichtes Rückverfolgen. Von letzterem würde ich abraten, da vernünftige Webmailinterfaces Grafiken nicht mehr anzeigen sondern stattdessen auf das Vorhandensein der externen Grafik hinweisen. Der Dieb wird also geradezu mit der Nase hineingedrückt, dass man ihm auf die Schliche zu kommen versucht.

Ärgerlich, das ganze! Ich kann nur hoffen, dass der Dieb so ehrlich ist und meinem Cousin tatsächlich seine Daten zurückschickt.

travel light, travel fast, travel offline

Wenig Gepäck, ein kleiner Rucksack, nichts, das mich bei den Flughafenkontrollen aufhalten würde habe ich mir bei der Planung meiner Berlinreise gedacht. Das bedeutete z.B., dass ich mein Laptop zu Hause lassen würde. Wenn, dann hätte ich es auch nur privat gebrauchen können.

Am Ende des ersten Tages kam ich dann zu dem Hotel, in dem ich untergebracht worden war, und hörte den Satz “Internet ist für sie übrigens frei“. Na toll! Schade…