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Mailverteiler mit Google Mail

Anfang des Monats war ich auf LifeHacker auf den Artikel “How to Set Up a Mail Merge in Gmail for Personalized Mass Emails” (bzw. im Original “How to Create a Mail Merge with Gmail and Google Docs“) gestossen, und heute hatte ich Gelegenheit und Bedarf das ganze einmal auszuprobieren.

Mit einem normalen Google Mail-Account liess sich das verlinkte Tabellendokument problemlos öffnen und das der beschriebene Vorgang nachvollziehen, ich hatte meine Rundmail aber aus einem Google Apps-Account heraus verschicken wollen, und das gestaltete sich etwas schwieriger. Das kann unter umständen am session management gelegen haben, denn aus dem Google Apps-Account musste ich mich erst bei Google Docs anmelden, so dass sich das Dokument, auch nach mehreren Versuchen, nicht dort öffnen liess. Etwas umständlich habe ich das Dokument erst auf meinen Desktop heruntergeladen, was mit einer Formatkonvertierung verbunden ist. Im Anschluss habe ich es wieder nach Google Docs hochgeladen, wo ich dann zwar die formatierte Tabelle hatt, nicht aber das dahinterliegende Script aus dem Original, das durch die Konvertierung verloren gegangen war. Da es sich jedoch nur um ein einziges Script handelte, war es schnell über ein copy’n'paste aus dem Scripteditor dem Dokument wieder hinzugefügt. Eine Minute später war erfolgreich die erste Testmail draussen, deren Empfang weitergehende notwendige Anpassungen aufzeigte.

Mailverteiler mit Google Mail

Der Text meiner Mail sollte mehr Textblöcke als das Beispiel haben, was sehr einfach durch Hinzufügen ein paar Zeilen im Scriptcode zu lösen war. Die Testmail zeigte aber auch keinen Absender, was irgendwie unschön ist. Die Dokumentation für die eigentliche Funktion, die die Mail versendet, war schnell gefunden — die Klasse MailApp in der Google Apps Script Dokumentation. Der Parameter für den Absender war aber sehrwohl vorhanden, zickte aber etwas mit dem Wert herum, den ich in dem Tabellendokument an der Stelle, die dafür vorgesehen war, eingegeben habe.

Das Einrichten des Tabellendokumentes wurde durch daFehlen des Scriptes etwas verzögert, aber länger als eine Stunde hat es mit den vorgenommenen Anpassungen nicht gedauert. Für kleine, private Verteiler ist das eine prima Sache, für mehrere Hundert Empfänger würde ich dennoch zu anderen Lösungen raten.

Kontakte exportieren

Etwas länger als angegeben hat es doch gedauert, aber das lag daran, dass ich die Adressen, an die ich versenden wollte, in einer MySQL-Datenbank hatte, sie für den Versand jedoch in den Google Kontakten brauchte. Dafür habe ich einen Testexport einer Adresse aus den Kontakten gemacht, um eine Beispieldatei für das Exportformat zu bekommen. Dementsprechend habe ich ein SQL-statement geschrieben, das mit alle meine Adressen so in eine Datei geschrieben hat, dass ich sie in die Google Kontakte importieren und so verschicken konnte.

SQL Export

Der Versand meiner Rundmail ging danach wunderbar schnell vonstatten, und ich musste mich noch nicht einmal um Adressen kümmern, die keine Mailadressen hatten, da das Script diese von alleine ignoriert. Meiner Meinung nach war diese Lösung nur minder- bis mittelfrickelig und mit ein klein wenig Ahnung oder Gefühl für Scriptsprachen leicht anzupassen.

Datum: 2010-04-10 23:32
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