wir basteln uns einen Spamverteiler
Bei einem routinemässigen Blick auf unseren Mailserver habe ich mir mal wieder die Mailqueue angeschaut und mich daran gemacht, den backscatter, den das tägliche Spamaufkommen so verursacht, zu löschen. Dabei ist mir gleich aufgefallen, dass die Mailadressen alle nach einem gewissen Muster erstellt worden waren.
Also machte ich mich daran, die Liste der Empfängeradressen mit ein paar regulären Ausdrücken zu zerlegen, zu sortieren und zu zählen und kam zu folgendem Ergebnis:
- 99 Vornamen
- 30 Nachnamen
- 52 Domains
- 245 daraus kombinierte Spams
Rein mathematisch hätte man natürlich wesentlich mehr Permutationen bilden können, aber wer weiss, was schon alles vom Mailserver mittlerweile schon verworfen wurde.
Mir sagt das vielmehr, dass es sich hierbei nicht um eine Liste von Emailadressen handelt, die tatsächlich existieren – und somit für Spammer und deren “Kunden” auch viel Geld wert sind. Hier hat ein kleiner Betrüger einfach mittels Kombination aus ein paar Listen (so wie ich sie oben zerlegt habe) eine Mailadressenliste erstellt und hat diese dann einem dummen Kunden verkauft, der die Liste unreflektiert zum Versenden weitergegeben hat. Und was passiert dann? Das Internet wird wieder einmal mit unnötigem Müll verstopft, es werden unnötig Ressourcen von Rechnern verbraucht und die Arbeitszeit von Administratoren verschwendet. Arschlöcher… excuse my french.
mir ist es dennoch lieber, wenn man die spammer betruegt, als sie mit echten daten zu fuettern
Hier ist natürlich keiner von beiden in einer besseren Position, weder der Spammer selber, noch der “Auftraggeber”. Also egal, ob der Spammer sich eine erfundene Liste bastelt oder der Auftraggeber eine Liste mit erfundenen Adressen gekauft hat — beide sind böse.
cool