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Die Welt, ein Spiel?

Dass nach den jüngsten Vorfällen an der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten verwundert es garnicht, dass sofort wieder Forderungen nach Verbot von Killerspielen laut werden und es sogar gleich eine Bundesratsinitiative für Killerspielverbot gibt. Damit sind die Politiker dann immer schnell bei der Hand.

Der Spiegel entpricht hier dagegen ganz meiner Meinung:

Der Amoklauf von Emsdetten war kaum beendet, da war für viele Politiker bereits klar: Killerspiele haben Sebastian B. zur Gewalt verführt. Sie müssten jetzt endlich verboten werden. Eine Forderung, die so hilf- wie wirkungslos ist. Experten sind sich einig: Kein Spiel macht ein Kind zum Mörder.

(Quelle: Spielgel Online - Rohrkrepierer gegen Ballerspiele)

Man kann das ganze einfach nicht pauschalisieren und “genau das” als Grund für das derzeitige Problem mit dem ausgestreckten Zeigefinger aufzeigen. Die Gründe sind eher vielfältig und bei unterschiedlichen Tätern ebenso unterschiedlich.

Ich habe langsam eher den Eindruck, dass Computerspiele, in denen Probleme mit Gewalt gelöst werden, eher die reale Welt wiederspiegeln. Nicht nur einzelne Menschen, nein, sogar Regierungen und durch sie befehligte Armeen wie auch durch religiöse Führer angeleitete Gruppierungen leben es uns zu genüge vor.

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1 Kommentar ↓

#1 Martin Allert schrieb am 2006-11-27 um 14:26 Uhr:

Hallo Christoph,

Mich aergert das genauso. Viel bedenklicher: woher hatte der Kerl die Waffen, wenn er noch nicht mal einen Waffenschein fuer das Kleinkalibergewehr gemacht hatte?

Mittlerweile kann man sich ja nicht mal mehr vor den Rechner setzen, ohne dass man sich schuldig fuehlen muss:

- Raubkopierer
- Amoklaeufer
- Massenmoerder
- Hacker
- Stalker
- Spammer

Was muss man sich als ein in der IT arbeitender Steuerzahler eigentlich noch alles fuer Titulierungen der Politiker und ihrer Handlagerorganisationen wie GEMA/GEZ gefallen lassen?

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