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Tagging

Via Meister Kantel bin ich über den Volkssport namens tagging gestolpert.

Beruflich habe ich mittlerweile mit digitalen Archivierungssystemen zu tun, und so kam mir einiges aus diesem Text bekannt vor. Beispielsweise was wir unseren Kunden immer erst beibringen müssen: “Vergessen Sie den Explorer! Keine verschachtelten Strukturen!

Dies zum Anlass nehmend, habe ich gleich mal den Ultimate Tag Warrior 3.1 installiert und etwas damit herumgespielt. Das Hinzufügen von Tags á la del.icio.us empfand ich eigentlich immer als störend, aber eigentlich, erst einmal angewöhnt, geht es sehr bald einfach nebenher.

Erste Ergebnisse sieht man im Tag Archiv — mehr Sinn macht das ganze natürlich erst, wenn man bereits einige Tags zusammengesammelt und öfter verwendet hat.

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  1. 23. Juni 2006, 20:58 | #1

    Hm, ja, Archivierungssysteme hatte ich beim Verfassen des Textes immer im Hinterkopf. Ich habe noch eine andere konkrete Idee, die gerade in unserer Firma bereits produktive Maße annimmt: Product Lifecycle Management. Alle PLM-Systeme basieren auf eine hierarchischen Ablagestruktur obwohl a) unterschiedliche Organisationen in einer (Produktions-)Firma durchaus unterschiedliche Anforderungen an die Sichtweise und Hierarchie haben, und b) es bei der heutigen Produktvereinheitlichung (Lieferanten- und Baugleichheit von Produkten) durchaus mal ein Produktbauteil existieren kann, dass theoretisch in mehreren Vaterkategorien unterzuordnen ist - was unweigerlich zu unerwünschten Redundanzen führt.

    Ich behaupte mal frech, dass Tagging in allen Bereichen der hierarchischen Ablage die bessere Alternative wäre. Ich erlebe nur gerade auch, dass dieser sogenannte “Paradigmenwechsel” (Achtung: Buzzword-Alarm!) in der kognitiven Leistung im Sprung von der Hierarchie zur “horizontalen” Tag-Sichtweise mehr ist, als man manchen Menschen zumuten kann.

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