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Hochzeitswochenende

Für das vergangene Wochenende hatte ich mich ja anlässlich einer Hochzeit nach Griechenland verabschiedet — und bin gestern abend wohlbehalten wieder zurückgekehrt.

Für die Ankunft am Mittwoch war mir vom Bräutigam herausgesucht worden, mit welchen Zügen, Bussen und Metros ich vom Flughafen nach Athen und von dort nach Αφιαι komme. Leider hatten sich Braut und Bräutigam hier nicht abgesprochen, denn eine halbe Stunde, nachdem ich vom Flughafen weggefahren war, wurden dort die aus England kommenden Gäste abgeholt. Macht nix, man hätte zwar wesentlich mehr Zeit miteinander verbracht, aber ich habe auf diese Weise mehr gesehen. Das wurde aber bis spät in die Nacht mit Gegrilltem, Eingelegten und diversen Getränken nachgeholt.

Donnerstag fing es im Laufe des Tages, während wir gerade auf die Akropolis stiegen, an zu regnen und war insgesamt ziemlich bedeckt und kühl. In der Nacht verschlechterte sich das Wetter bis zu einem ausgewachsenem Gewitter — nicht das, was man haben will, wenn man mit einem Schiff eine Kreuzfahrt über Inseln im Sardonischen Golf machen will. Bei der ersten Insel hatte der Regen aber bereits fast komplett aufgehört, und bis Mittag hatten wir bereits wunderschönes Wetter und bis Abends einen Sonnenbrand. Einschliesslich einer Schwimmeinlage waren wir Abends nach dem Tagesprogramm alle schon gut müde. Die Braut war nervlich etwas angeschlagen, einmal durch das Wetter, und zweitens durch die bevorstehenden Feierlichkeiten, den Organisationsstreß und die Trennung von ihrem Noch-Freund, Bald-Ehemann, denn abends mussten beide getrennte Wege gehen.

Den Samstag haben wir alle auf der Terasse des Ferienhauses, in dem wir untergebracht waren, verbracht und haben dort Servietten gerollt, Luftbalons aufgeblasen und andere Vorbereitungen gemacht, bis wir von einem Bus abgeholt wurden. Am Ort der Feierlichkeiten begannen wir die Dekoration der Tische und machten den Löwenteil der Arbeit, denn der Wirt hatte den Tischplan für die Sitzordnung mittlerweile verloren gehabt. Um 19 Uhr mussten wir dann, nach einem kleinen Spaziergang, beim Standesamt sein, wo sich schon die ersten Mitglieder der unterschiedlichen Familien eingefunden hatten. Videoaufnahmen, Ζιπ&omikron;ρ&omikron;, Snacks und ein paar vergossene Tränen der Rührung. Bis 21 Uhr war dann auch das mittlerweile vermählte Brautpaar in der Wirtschaft eingetroffen und die Feier konnte beginnen.

Was soll ich beschreiben? Unheimlich leckere Vorspeisen, der Hauptgang war nicht so besonders, und dann Tanz bis 4 Uhr, mit dem einen oder anderen Ausfall und hin und wieder auch Glasschaden — also ein klasse Fete! Im Bett waren wir irgendwann zwischen 5 und 5:30 Uhr, also einigermassen genug Zeit, bis ich mich gegen 13 Uhr wieder in Richtung Flughafen hatte aufmachen müssen. Aufmachen? Die Zugtür war gerade am zumachen, als ich mit Koffer in der Hand angespurtet kam, aber ich habe es noch gerade im letzten Moment geschafft!

Die Gäste waren bunt gemischt, hauptsächlich natürlich die Familie der Braut aus Griechenland, aber auch des Bräutigams Vater aus Jordanien, seine Mutter und einige Schulfreunde aus Bulgarien, Arbeitskollegen aus Manchester (teilweise aber aus Lettland, Polen, Australien) und ich aus Deutschland.

Fotos gibt es, wenn ich welche zugeschickt bekommen habe.

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