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WoW-Sucht

Bei WCG Europe findet sich ein Artikel über World of WarCraft – Welche Gefahren es mit sich bringt

Der Titel ist ja beschreibend genug, und am liebsten würde ich nahezu den gesamten Artikel zitieren.

Dass mir das Spiel World of Warcraft sehr viel Spass macht, daraus mache ich ja keinen Hehl. Sowohl in der Firma als auch im Freundeskreis und mit meinen Gildenmitgliedern vom Ältestenrat machen wir immer Scherze über das Spielen, schon wieder online zu sein, wie oft man sich doch online sehen würde und begrüßt sich scherzhaft mit “Hallo Süchtige!” Und darin steckt definitiv mehr als nur ein Körnchen Wahrheit.

Folgende Fragen sollte man sich mal zu Herzen nehmen:

Jeder Spieler, der das Spiel World of WarCraft regelmäßig zockt, sollte sich ein paar Fragen stellen:

  1. Habe ich jemals schon gelogen um World of WarCraft zu spielen?
  2. Habe ich schon mal meine Arbeit (Schule, Uni, Job usw.) vernachlässigt um World of WarCraft zu spielen?
  3. Habe ich schon mal meine sozialen Kontakte (Freundin, Freunde) vernachlässigt um zu spielen?
  4. Habe ich häusliche- oder sonstige Pflichten vernachlässigt um zu spielen?
  5. Habe ich jemals meiner Gesundheit geschadet, sei es durch vernachlässigen des Essen und Trinken, der täglichen Körperpflege oder sonstigen Sachen, um spielen zu können?

Solltet Ihr auch nur eine Frage mit „Ja“ beantworten können, so seid ihr definitiv suchtgefährdet und solltet Euch schnell mit dem Thema befassen, bevor ihr noch tiefer reinrutscht. Die beste Lösung ist: Spiel verkaufen und von der Platte tilgen. Sollte es bereits schlimmer sein und Ihr findet keinen Ausweg, dann scheut nicht davor andere um Hilfe zu bitten. Allen die täglich nur angemessen oft spielen und dabei wirklich nichts vernachlässigen, können wir weiterhin nur viel Spaß beim spielen wünschen.

World of WarCraft – Ein faszinierendes Spiel mit enormen Risiken, die wir nicht ignorieren sollten.

Quelle: WDC: World of WarCraft – Welche Gefahren es mit sich bringt

Zumindest in 2 Punkten muss ich mich wohl schuldig erklären.

Wie in dem Artikel aber empfohlen wird, das Spiel zu verkaufen und von der Platte zu löschen, so weit möchte ich nicht gehen. Dafür macht es einfach zu viel Spaß. Man muss das ganze nur wirklich mal hinterfragen und manchmal auch einen oder zwei Abende Pause machen, raus gehen, sich mit Freunden im Biergarten (o. ä.) treffen und am Wochenende einen Spaziergang machen. Ich habe ja beispielsweise meine regelmässigen Kinobesuche. Auch lasse ich Essen und Trinken nicht zu kurz kommen und gehe regelmässig arbeiten. Aber Vorsicht ist definitiv geboten. Man sieht es ja sogar hier auf [bronski.net] an der Regelmässigkeit meiner postings, die in den letzten 2 Monaten rapide abgenommen hat.

Wenn das Spiel nicht soooo viel Spaß machen würde…

(via: worldofwar.deWorld of Warcraft und die Nebenwirkungen…)

Datum: 2005-06-28 13:44
Kommentare: 1.504 Kommentare

Kommentare (1.504)

  1. Hallo,

    ich möchte mich mal wieder melden nachdem ich mit Freude festgestellt habe, dass es dieses Forum noch gibt. Die Geschichten (z.B. meiner Vorrednerin) sind noch immer die Selben. Völlig abstrakte Existenzen, jeglicher Standardmaxime fremd. Aber was ist schon Standard. Tausende Barbiepuppen, Schneekugeln sammeln bis 30 und bei Bauer sucht Frau abends Fremdschämen? Nene…
    Solche Existenzen, ich, Ihr, wir wären im Tierreich längst bereinigt, so habe ich es gestern formuliert. Die Gesellschaft ist mit verantwortlich weil sie derartige Strukturen und Suchtbilder, Perversionen ermöglicht. Entfremdung bei der täglichen Arbeit genauso wie keinen Platz in der Gesellschaft und im Arbeitsleben zu finden. Anders geht es aber auch nicht, man findet es nur unethisch diese Menschen verwelken zu lassen.

    Schade, dass es erst ein “Fehltritt”-Kind braucht, du denkst nicht mehr so dessen bin ich mir sicher, um sich loszureißen.

    Ich spiele noch immer gelegentlich, meist Offline, nicht WOW und auch wenn ich, gerade in letzter Zeit, darüber nachgedacht habe werde ich es weiterhin lassen mich wieder anzumelden. Dieses Forum federt mich mal wieder ab… ganz schön klasse.

    Aber ich rauche auch immernoch ein wenig, auch wenn ich von mir sage dass ich aufgehört habe. Habe ich auch, ich kann damit umgehen.

    Meine Süchte konnte ich loswerden indem ich sie kontrolliere und nicht auf Null ausmärze.

    Wer bin ich heute?
    Nach meinem ersten Post hier hatte ich neu gelernt und bin nun immernoch in dem Beruf (kaufmännisch). Ich finde es ganz schön langweilig aber immernoch weit abwechslungsreicher als irgendein Handwerk. Ich finde auch das RL nicht sonderlich atemberaubend muss ich ganz ehrlich gestehen, riesige Felsklippen im solo Backpackerurlaub heben mich nicht besonders an… irgendwie war die Spielwelt beeindruckender. Schade für mich selbst, wenn ich vor den zwölf Aposteln stehe und mich irgendwie…langweile… Was für eine bescheuerte Narbe dieses Spiels…

    Aber so ist es nunmal, und ich sage mir wenn ich irgendwann alt bin und im Rollstuhl sitze habe ich genügend Zeit für diese Fantasiewelten. Dann kann ich meinetwegen wieder ständig spielen. Ich freue mich sogar darauf, so wie ein Kirchengänger sich freut den halt von Gott zu wissen. Ich bin Atheist.

    Bis dahin.

  2. An alle Süchtigen, die sich in diesem Thread noch profilieren und darüber freuen:Also nochmal: Ich denke hier wird deutlich übertrieben. Eine Sucht – darunter versteht man Dinge wie Rauchen, Alkohol, Drogen etc. Stoffe die abhängig machen und negative Folgen für den Körper haben bis hin zum Tod im Extremfall.

  3. Spielsucht ist sicherlich keine Substanzsucht. Dennoch gibt es in Onlinespielen oft kleine Erfolge und tausendfache Belohnungen (den Loot), die dein Belohnungsbereich im Gehirn ständlig stimulieren. Man spricht von dem Begriff ‘Flow’. Dieses ist ein Zustand, wo sich der Körper ständig selber mit Glückshormonen stimuiliert.
    Wenn man das jeden Tag und über viele viele Stunden hinweg “konsumiert” begiebt man sich in einem regelrechten Glücksrausch. Körperliche Folgen?
    Nun, man zockt wie irre um seinen Glückszustand aufrechtzuerhalten. Das Ende vom Lied ist ein nahezu burnoutähnlicher Zustand. Der ist mit Sicherheit nicht lustig…kann ich versichern.

  4. @Kay
    Es ist mir unmöglich auch nur ansatzweise das stetige Glück in der realen Welt zu erlangen als wie ich es im Spiel erlebt habe. Kein Australien, Golfclub, Auto, keine wundervolle noch so schöne Freundin, keine Freiheit kann mir das geben. Die Spitzen dieser Glücksgefühle gehen wenn überhaupt gerade mal darüber hinaus wie es mit dem Spiel stetig war.
    So unglaubwürdig es klingt, noch unglaubwürdiger ist der Gedanke mich darauf zu freuen im Alter vielleicht die Möglichkeit zu haben wieder das erleben zu dürfen was ich mir untersage.
    Meine scheinbar irreparable Sichtweise widert mich an.

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