Content-Erzeuger wie Nachrichtenagenturen oder Zeitungsverlage kapieren es laut Spiegel Online langsam: Content wants to be kostenlos!
CNN macht nun also einen Rückzieher und bietet seinen Content nicht mehr kostenpflichtig sondern auch zusätzlich noch in besserer Qualität an. Sehr löblich!
Vorschaltseiten gehören zwar eigentlich in eine andere Schublade, aber dennoch will ich sie hier zum Vergleich ziehen. Ich suche etwas per Suchmaschine, bekomme eine vielversprechende Fundstelle, klicke auf den Link und was bekomme ich? Erst eine nichtssagende Seite mit dem Wortlaut “Willkommen bei XYZ, dem austauschbaren Anbieter von $WARE! Klicken Sie hier, um zu den eigentlichen Informationen zu kommen.” Nein, so etwas stört, ist hinderlich und enthält den potentiellen Kunden die Informationen, die sie suchen. Darum macht man das eigentlich auch schon seit ein paar Jahren nicht mehr, dennoch findet man es immer wieder einmal.
Mit Bezahlcontent ist das ähnlich. Ich surfe irgendwohin, klicke auf einen Link und bekomme eine Aufforderung, mir einen Benutzeraccount anzulegen / mich einzuloggen, da die Seiten nur gegen Entrichtung von entweder monatlichen oder pro Benutzung anfallenden Gebühren beziehbar sind. Gut, dann halt nicht!
Denn die gibt es - in unterschiedlichen Qualitäten und Vertiefungen - überall. Nachrichten sind allgegenwärtig, kein einzelnes Angebot darum im eigentlichen Sinne “nötig”: Fällt der eine Informationsanbieter weg, wechselt man halt zum nächsten.
Eben, man bekommt alles auch irgendwo anders. Und nein, ich habe keine Lust mir noch einen drölfundachtzigsten Onlineaccount anzulegen und mit ein weiteres Passwort zu merken, und sei es auch noch so billig…
Genauso war CNN im Web angetreten. Zur schriftlichen Meldung gab es von 1995 bis 2002 stets das kleine Wackelbildchen mit Rauscheton, eine Art Ersatz-Fernsehen für Arme. Ein teurer Spaß mit sehr zweifelhaftem Nutzwert war das, den die CNN-Mächtigen 2002 zunächst beendeten: Sie stellten sich vor, dass die TV-Süchtigen, die auch im Web nicht auf ihr Daumenkino verzichten wollten, dafür gern 4,95 Dollar hinlegen würden.
Quelle: Spiegel Online - Content wants to be kostenlos
Schön, dass das mal langsam wieder eingesehen wird. Vermutlich ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Consultingfirma oder Marketingagentur auf die Idee kommt, dass sich hiermit doch Geld verdienen lassen müsste. Das Internet ist, und hoffentlich bleibt es das auch, in grossen Zügen anarchistisch und findet immer eine Lösung, Beschränkungen zu umgehen.












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