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Orchideen-Tatort

Nach den ersten paar Tatort-Folgen, die in Konstanz spielten, war ich sehr voreingenommen, und zwar negativ. Die Kommissarin trug einen großen Teil dazu bei, und auch die ganzen Fehler, die mir als gebürtigem Konstanzer eben auffallen.

So auch heute, die Folge Der Name der Orchidee. Nein, nicht der Rose — kleines Wortspiel, wie? Der Mörder war also nicht der Gärtner, sondern der Gärtner selber das Opfer, und seine Wohnung, angeblich in Litzelstetten, war ganz sicher nicht in Litzelstetten, dort gibt es meiner Erinnerung nach keinen Hang, der so bewachsen ist?, wie man es dort in einer Szene sah. Über die Liegestellen der Zollboote im Hafen will ich mal hinüber wegsehen, aber das tollste war folgendes: In der Handlung wurde es 18 Uhr, die Insel Mainau schloß, und es ward dunkel. Folglich zeigte man eine Einstellung mit der Insel und einer untergehenden Sonne. Schade nur, dass dort, wo die Sonne stand, Osten ist, und somit die Sonne dort auf- und nicht untergeht.

Ansonsten hat mir dieser Tatort jedoch wesentlich mehr Spaß gemacht als alle anderen, vorangegangenen Konstanzer Tatort-Folgen. Vielleicht wird das ja langsam noch…

Wir, Tarwin, seine Frau und ich, hatten uns schn einmal Gedanken gemacht, was denn gute Themen wären, gute Umgebungen, in denen man einen Kriminalfall ansiedeln könnte? Die Mainau steht sicherlich vorne mit dabei, das wäre also abgehakt. Die Universität, keine Frage! Eine der lokalen Schulen, das Archäologische Landesmuseum (übrigens genau gegenüber des Polizeipräsidiums), vielleicht auch das Klinikum Konstanz, oder die Kliniken Schmieder. Das Institut für Demoskopie Allensbach, ebenfalls allseits bekannt. Das Münster. Ja, da gäbe es noch vieles, was vorkommen könnte…

1 Kommentar ↓

#1 tarwin schrieb am 2005-03-09 um 08:40 Uhr:

Aber dennoch: Es war mal wieder durchsichtig wie die Suppe in der Mensa. Bei den Konstanzer Tatorten hat man das Gefuehl, dass es niemals mehr als drei Tatverdaechtige geben darf. Von den Dreien ist es dann immer der oder die Person, bei der die Tat zunaechst am unwahrscheinlichsten erscheint, sich dann aber doch irgendwie (dunkles Geheimnis?) rechtfertigt. Meistens sind die Taeter dann ja egoman bzw. sozial, wenn nicht gar psychisch gestoert und krank.

Naechstes Mal soll ja dann auch eine Szene vor unserem alten Heim spielen und ich bin gespannt, wie die Niederburg in Szene gesetzt wird. Und es ist erst ein paar Wochen her, da wurde schon wieder gedreht und dabei geht es um einen Kunstraub in unserem (nichtexistenten!!!) Kunsthaus. Selbst Eva Matthes hat sich schon negativ ueber die konstanzer Tatorte geaeussert und scheint mit ihrer Rolle nicht besonders zufrieden…

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