Kaffee kochen
Angeregt durch den Beitrag Filterkaffee bei burned.de, schreibe auch ich etwas über die IT-Droge der Wahl.
Kaffee — die Batteriesäure für die Batterie und den Motor, der uns jeden Tag am Laufen hält…
Tagsüber, in der Firma, ist die Versorgung mit Kaffee ganz einfach: man geht in die Kaffeeküche und bedient sich an der Kaffeemaschine. Bei uns steht eine recht monströse Kiste von WMF, dem Aussehen nach würde ich auf eine Bistro easy mit angeschlossenem Milchkühlreservoir schliessen, das müsste ich nächste Woche erst genauer nachsehen. Hier bekommt man normalen Kaffee, Milchkaffee, Latte Macchiato, Espresso oder heisses Wasser, ganz wie einem beliebt. Je nach Auswahl werden unterschiedlich geröstete Bohnen verwendet, die frisch gemahlen werden. Der Kaffee schmeckt wirklich gut, keine Beschwerden von mir an dieser Stelle. Der einzige Nachteil ist, dass die Maschine nach spätestens 24 Stunden gereinigt werden will und sich nach 48 Stunden selständig sperrt. Wenn man Sonntag Abend also zur Nachtschicht erscheint, dann kann man sich nicht als erstes einen Kaffee aus der Maschine lassen, sondern muss diese erst reinigen. Das ist aber glücklicherweise eine einfache Sache und schnell erledigt.
Zu Hause hatte ich lange eine Filterkanne von Bodum. Meistens kann man hier nicht den ganzen Kaffee trinken, denn unten am Boden der Kanne schleicht sich meistens doch etwas Kaffeesatz am Filter vorbei, und den will man dann doch nicht unbedingt trinken. Meiner Meinung nach schmeckt diese Art von Aufbrühkaffee nicht mer so gut, wenn das Filtersieb in der Kanne ein gewisses Alter erreicht hat. Irgendwie beginnt der Kaffee dann nach Plastik zu schmecken.
Darauf folgte eine Philips Café Therm mit Edelstahl Thermoskanne, die ich quasi von meiner Großmutter geerbt hatte. Die Edelstahlkanne sah nicht nur besser aus, sondern war notwendig geworden, weil meine Großmutter im Alter die Kannen zum Aufwärmen immer auf den Herd stellte. Und Kunststoffkannen bekam das nicht wirklich gut… Mittlerweile ist der Kaffee aus dieser Maschine jedoch auch nicht mehr zu geniessen, da ich einmal einen benutzten Filter in der Maschine vergessen hatte und dieser darin verschimmelte. Den Geschmack bekommt man nie wieder weg, und wenn man nicht noch irgendwo einen Austauschfilterhalter herbekommt, ist die Maschine unbenutzbar.
Schnell und einfach benutzbar, die Sofortlösung schlechthin, ist aber mein kleiner Melitta Aufsatzfilter — einfach auf eine Tasse stellen, Filter und Pulver rein, Wasser drüber und fertig! Meiner ist leider nur aus Kunststoff, nicht so ein schöner aus Keramik, wie er bei burned.de abgebildet ist, oder wie auch meine Mutter einen hat.
Mittlerweile habe ich eine Krups Vivo Siebträgerespressomaschine. Unter der Woche brauche ich sie kaum, aber am Wochenende versorgt sie mich vorzüglich. Meistens lasse ich mehr Wasser als für einen Espresso durchlaufen, so dass ich letzten Endes auf einen starken Kaffee mit Espressopulver komme.
Geräte mit Pad-Systemen wie die Senseo oder Nespresso kamen für mich nicht in Frage, da das schlichtweg mit zu viel Müll und zu hohen Kosten verbunden ist.
Ich trink in meinem Single-Haushalt jetzt schon zwei Jahre lang Nescafé classic (den mit der Schmidtschen Geschmackserhöhung). Nur auf Arbeit gibt’s liebevoll von meinen Damen gebrühten Kaffee aus der Maschine.
Schöne Geschichte. Genau das, wonach mir bei diesem Wetter und der Tasse Kaffee gerade zumute war.
ich bin seit ca 1 jahr auf griechischen mokka umgestiegen, da mir die ganzen filterkaffevarianten nicht mehr geschmacklich zusagten. sicher ist der etwas aufwendiger, da man beim kochen dabeistehen muss und man hat den satz in der tasse. aber als fortschrittlicher zivilisierter moechte ich doch meine drogen stilvoll zu mir nehmen ;)