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Contentsammlerei und die Aufregung darum

Die Geschichte um IzyNews dürfte in den letzten Tagen an kaum jemandem unbemerkt vorbeigegangen sein. Ansonsten gibt es dazu viel zu lesen: Meister Kantel, Isotopp (mit Tipps zur Unterbindung von Zugriffen), Udo Vetter, DaveKay, Markus Breuer, Robert Basic und viele andere.

Eigentlich hatte ich hier jetzt meine Verwunderung darüber zum Ausdruck bringen wollen, dass man sein Blog bei Technorati, Bloglines und ähnlichen anderen Diensten und Verzeichnissen registriert und mit jedem neuen Artikel Pings in alle Welt verschickt, damit jeder dieser Dienste auch gleich Bescheid weiss. Was soll also die Aufregung, wenn IzyNews kaum etwas anderes macht. Dann sah ich aber bei Isotopp, dass Malte Diedrich bereits darüber geschrieben hat: Mehr oder minder geordnete Gedanken zu IzyNews.

“Kaum etwas anderes” schrieb ich. Der Unterschied zwischen den oben aufgeführten und angesprochenen Diensten ist eben, dass sie die Feeds sammeln und “findbar” machen und nichts kosten, und IzyNews die Feeds noch zusätzlich verarbeitet und über IMAP als Mails erreichbar macht.

Einerseits mach Herr Schwanitz sich also Arbeit mit der Aufbereitung von Daten und will dafür gerne entlohnt werden. Allerdings bekommt man den Beigeschmack, dass er hier Geld mit dem Content anderer verdient auch nicht weg. Wie und wo man hier die Grenzen zieht, das empfindet jeder sehr unterschiedlich. Eine kostenpflichtige Dienstleistung anzubieten, wobei die Kosten für den Dienst uerhoben werden und nicht für den Content, ist meiner Meinung nach OK, aber dann muss der Content eben auch korrekt referenziert werden — Ehre, wem Ehre gebührt. Daran, wie dünn die Grenzen verlaufen, erinnerte Isotopp:

Der einzige Unterschied zwischen izynews.de und Google Groups ist der, daß es bei Google Groups kein Bezahlangebot gibt, sondern daß man hier das Geld durch Anzeigeneinblendung verdient. Und Google Groups hatte, als sie noch Dejanews waren, eine Zeit lang einen schweren Stand, als man dort versucht hat, wie in Deja Linking Ads Within Usenet Posts dokumentiert die Werbung als Bestandteil des Artikels anzuzeigen.

Wer das trotzdem nicht will, der kann die Zugriffe von IzyNews auch unterbinden.

Wenn jemand die Benutzung eines Feedreaders nicht genehm ist und er die Benutzung eines Mailprogrammes lieber ist, so soll er von mir aus auf die Dienste von IzyNews zurückgreifen. Will er mer als 20 Feeds lesen, dann wird es kostenpflichtig — ist er das bereit zu zahlen, fein. Seine Sache, nicht meine, aber OK. Ich schreibe meine Text schliesslich nicht für die Schublade, von mir aus kann hier lesen, wer will, oder es er soll es lassen, wenn er nicht will. Aber ich pinge schliesslich auch Technorati und Konsorten, insofern soll mir IzyNews recht sein.

Datum: 2005-01-05 18:33
Kommentare: 5 Kommentare

Kommentare (5)

  1. Pingback: /* basquiat`s lovely winter riot */

  2. Ich packe jetzt für den Fall, daß jemand meine Beiträge ohne Permalinks anzeigt, einen Permalink in jeden Beitrag im Feed. Das sollte das ein “Zueigenmachen” eigentlich unterbinden. Ansonsten finde ich diese Diskussion ziemlich uninteressant. Wachstumsschmerzen halt.

  3. Wer blogs lieber im email-Programm lesen möchte, soll doch Thunderbird benutzen. Ansonsten: welche Firma gibt schon Port 143 von innen nach außen frei?!

  4. Pingback: Free Radio News

  5. Ich verstehe die Aufregung auch nicht und schweige dazu: Es wurde bereits genug Müll in der Sache produziert.

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